Mehr als zwei Jahrzehnte blieb Heidi Beckenbauer die Frau an Franz Beckenbauers Seite. 2006 heirateten die beiden heimlich, doch ihre gemeinsame Geschichte hatte Jahre zuvor unter komplizierten Umständen begonnen: Als sie sich näherkamen, war der „Kaiser“ noch mit seiner zweiten Ehefrau Sybille verheiratet.
Heidi Burmester arbeitete damals als Sekretärin beim FC Bayern München. 1999 entwickelte sich zwischen ihr und Beckenbauer eine Beziehung. Im August 2000 wurde ihr gemeinsamer Sohn Joel geboren. Erst im Juli 2002 trennte sich Beckenbauer von Sybille, die Scheidung folgte 2004.

Zu diesem Zeitpunkt war seine neue Familie bereits weiter gewachsen. Im Oktober 2003 kam Tochter Francesca zur Welt – Beckenbauers erste und einzige Tochter. Sie sei ein absolutes Wunschkind gewesen. Heidi erinnerte sich damals daran, wie sehr Franz sich ein Mädchen gewünscht hatte und wie überwältigt er nach der Geburt gewesen sei.

Im Sommer 2006 folgte schließlich die Hochzeit mit seiner 21 Jahre jüngeren Partnerin. Während der Fußball-Weltmeisterschaft gaben sich beide im kleinsten Kreis auf dem Standesamt das Jawort. Öffentlichkeit und großen Rummel wollten sie an diesem besonderen Moment bewusst vermeiden. Vier Wochen später feierten sie dann doch noch größer mit Familie und Freunden in Österreich.


Beckenbauer machte später keinen Hehl daraus, wie wichtig ihm sein Zuhause geworden war. Bei Heidi und den Kindern fand er die Ruhe, die ihm sein öffentliches Leben kaum ließ. Auch beruflich standen die beiden eng zusammen: Heidi unterstützte ihn bei seiner Stiftung und übernahm dort Verantwortung im Vorstand.
Bis zu Beckenbauers letztem öffentlichen Auftritt war Heidi an seiner Seite. Am 7. Januar 2024 starb die Fußballlegende im Alter von 78 Jahren. Heute wäre Franz Beckenbauer 81 Jahre alt geworden, im kommenden Juni hätte das Paar seinen 20. Hochzeitstag gefeiert. Heidi bewahrt sein Vermächtnis bis heute – und blieb die Frau, mit der der „Kaiser“ sein letztes großes Liebeskapitel schrieb.
