Hinter Ralph Siegel liegen dramatische Wochen. Wegen einer schweren Lungenentzündung musste der 80-jährige Musikproduzent behandelt werden und lag insgesamt 18 Tage im künstlichen Koma. Jetzt gibt es endlich eine gute Nachricht: Seine Entlassung aus dem Krankenhaus rückt näher.
Voraussichtlich am Donnerstag oder Freitag soll Siegel die Klinik verlassen können. Vollständig erholt ist er allerdings noch lange nicht. Besonders seine Hüfte und seine Beine bereiten ihm enorme Probleme. „Ich habe irrsinnige Schmerzen in der Hüfte und den Beinen“, beschreibt er seinen derzeitigen Zustand.

Zusätzlich macht ihm seine bereits bestehende Polyneuropathie zu schaffen. Nach dem Koma hätten sich die Beschwerden noch einmal verschärft. Wie belastend das für ihn ist, macht Siegel deutlich: „Ich könnte wegen der Schmerzen wirklich verrückt werden.“

Großen Anteil daran, dass er diese schwere Phase überstanden hat, schreibt der Komponist seinem langjährigen Arzt Michael Weis zu. „Er steuert mich seit 20 Jahren. Ohne ihn wäre ich nicht mehr am Leben“, sagt Siegel. Doch auch seine Familie, seine Arbeit und vor allem Ehefrau Laura geben ihm Kraft.

Wie dramatisch die Tage während seines künstlichen Komas für seine Frau waren, wird erst jetzt richtig deutlich. „Laura dachte an mehreren Tagen, dass ich sterben könnte“, erzählt Siegel. Für Angehörige sei eine solche Situation besonders schlimm, weil sie hilflos danebenstehen müssten.

Nach der langen Zeit im Krankenhaus hat Siegel nur noch einen großen Wunsch: nach Hause. „Ich will einfach nur schnellstmöglich raus und würde mich daheim schneller erholen können“, erklärt der Produzent des ESC-Klassikers „Ein bisschen Frieden“ aus dem Jahr 1982. Ganz direkt nach Hause dürfte es allerdings noch nicht gehen – zunächst steht voraussichtlich eine Reha an.
