Nach medizinischem Notfall im Gefängnis: Harvey Weinstein soll im Krankenhaus behandelt werden

Harvey Weinstein soll nach einem schweren gesundheitlichen Zwischenfall aus dem Gefängnis in ein Krankenhaus gebracht worden sein. Berichten zufolge erlitt der ehemalige Filmproduzent auf der Gefängnisinsel Rikers Island ein Herzversagen, nachdem eine Lungenentzündung seinen Gesundheitszustand erheblich verschlechtert hatte.

Der 74-Jährige soll plötzlich unter massiver Atemnot gelitten haben. Daraufhin wurde er offenbar in die Gefängnisstation des Bellevue Hospital in Manhattan verlegt. Dort soll er an einen Herzmonitor angeschlossen sowie über einen Tropf und mit Antibiotika behandelt worden sein.

Nach den vorliegenden Informationen habe sich sein Zustand inzwischen etwas stabilisiert. Lebensgefahr bestehe demnach aktuell nicht mehr, dennoch soll Harvey Weinstein weiterhin medizinisch überwacht werden. Eine offizielle Bestätigung der zuständigen Behörden oder aus seinem persönlichen Umfeld gibt es bislang nicht.

Gesundheitliche Probleme begleiten Weinstein bereits seit längerer Zeit. Erst 2024 musste sich der frühere Hollywood-Produzent einer Herzoperation unterziehen.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich Weinstein auf Rikers Island in Haft und wartete auf die Verkündung seines Strafmaßes, die für September vorgesehen ist. Hintergrund ist seine Verurteilung wegen sexueller Nötigung aus dem Jahr 2025. Das Urteil folgte auf ein Wiederaufnahmeverfahren, nachdem seine ursprüngliche Verurteilung aus New York von 2020 vier Jahre später aufgehoben worden war.

Bereits 2022 war Harvey Weinstein in Los Angeles zusätzlich wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren verurteilt worden. Die zahlreichen Vorwürfe gegen den einst mächtigen Filmproduzenten gehörten zu den Ereignissen, die ab 2017 die #MeToo-Bewegung weltweit ins Rollen brachten.

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