Neun Monate nach Horror-Unfall: Ulrich Tukurs Frau kehrt mit Gehstock ins Rampenlicht zurück

Es war ein Auftritt mit besonderer Bedeutung. Rund neun Monate nach ihrem schweren Unfall zeigte sich Katharina John erstmals wieder bei einer öffentlichen Veranstaltung. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Ulrich Tukur besuchte die 55-Jährige am Montagabend die Verleihung des Götz-George-Preises in Berlin.

Auf dem roten Teppich im Kaiserin-Friedrich-Haus wich der „Tatort“-Star kaum von ihrer Seite. Ulrich hielt seine Frau fest im Arm und zog sie auf den Aufnahmen immer wieder liebevoll an sich. Katharina selbst war weiterhin auf Unterstützung angewiesen und stützte sich beim Gehen auf einen Stock.

Hinter dem Paar liegen dramatische Monate. Im Dezember 2025 geriet Katharina auf dem Grundstück ihres Hauses in Italien unter ihr eigenes Auto und wurde von dem Wagen überrollt. Weil sie in dem Bergdorf nicht ausreichend medizinisch versorgt werden konnte, brachte ein Rettungshubschrauber sie schließlich in die Berliner Charité.

Wie lebensbedrohlich die Situation war, beschrieb Ulrich später mit drastischen Worten: „Alles war zerschmettert. Ich habe gedacht, sie stirbt.“ Auch Katharina weiß, wie knapp es gewesen sein muss. „Es ist ein Wunder, dass ich diesen Unfall überlebt habe“, sagt sie rückblickend. Die Folgen begleiten sie noch immer, und sie absolviert nach eigener Aussage weiterhin „noch viel Reha“.

Trotzdem wollte die Fotografin an diesem Abend unbedingt dabei sein. Der Grund war ihr enger Freund Christian Redl, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Ihre Verbindung reicht Jahrzehnte zurück. „Ich kenne Christian länger als meinen Mann“, erzählte Katharina. Kennengelernt hätten sie sich bereits, als sie 19 Jahre alt war. Später war sie sogar Trauzeugin bei seiner Hochzeit.

Auch Ulrich spielte an diesem Abend eine besondere Rolle. Er hielt die Laudatio auf Christian Redl und würdigte dessen außergewöhnliche Karriere. Für Katharina wurde der Termin damit nicht nur zur Rückkehr vor die Kameras, sondern auch zu einem emotionalen Abend mit einem langjährigen Freund.

Die Jury hob bei ihrer Würdigung besonders Redls Fähigkeit hervor, mit kleinsten Gesten große Wirkung zu erzielen. Ein Blick, eine Bewegung oder sogar Schweigen könnten bei ihm ausreichen, um die Tiefe einer Figur sichtbar zu machen. Seine Rollen lebten dabei von Gegensätzen wie Härte und Verletzlichkeit, Nähe und Rückzug.

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