Wer Patricia Blanco heute sieht, dürfte bei alten Aufnahmen zweimal hinschauen. Die Tochter von Schlagerstar Roberto Blanco hat sich über die Jahre äußerlich enorm verändert. Anlässlich ihres 55. Geburtstags am Sonntag rückt ihre bewegte Beauty-Geschichte erneut in den Mittelpunkt. Doch hinter dem neuen Aussehen stecken nicht nur verlorene Kilos, sondern auch schmerzhafte Erfahrungen.
Bekannt wurde Patricia zunächst als Tochter ihres berühmten Vaters, bevor sie sich durch Reality-TV-Auftritte einen eigenen Namen machte. Besonders ihre Teilnahme am Dschungelcamp 2015 brachte ihr große Aufmerksamkeit. Schon damals kämpfte sie seit Jahren mit ihrem Gewicht, probierte zahlreiche Diäten aus und nahm sogar an Abnehmshows teil. Schließlich verlor sie durch eine radikale Ernährungsumstellung innerhalb eines Jahres 45 Kilogramm.

2016 entschied sie sich, die überschüssige Haut und ihre Brüste operativ straffen zu lassen. Die siebenstündige Operation wurde für „Goodbye Deutschland“ gefilmt. Nach sechs Tagen im Krankenhaus und einem weiteren schmerzhaften Monat war Patricia mit dem Ergebnis zufrieden. Doch ein Eingriff im Jahr 2017 entwickelte sich zu einem Albtraum: Wegen einer unzureichenden Durchblutung starben ihre Brustwarzen ab. Eine Notoperation rettete ihre Brüste, die Brustwarzen jedoch nicht.


„Als das entfernt worden war, hatte ich da zwei Löcher und habe jeden Tag das Innenleben meines Busens gesehen“, schilderte sie 2020. Zwei Jahre lang musste sie mit den Folgen leben, bis sie in einer Essener Schönheitsklinik durch eine spezielle 3-D-Tätowierung neue Brustwarzen erhielt. Auch diesen Schritt begleitete ein Fernsehteam, diesmal für das Magazin „taff“.

Dabei blieb es längst nicht bei diesen Veränderungen. Patricia ließ unter anderem ihre Nase, Oberlider, Lippen und Falten behandeln sowie Eingriffe an Bauch, Beinen und Po durchführen. Insgesamt verlor sie rund 55 Kilogramm. Auch eine Magen-Bypass-Operation gehörte zu ihrem Weg – und die hatte es in sich. „Es waren unendlich viele Schmerzen nach der OP. Drei Monate lang Übelkeit, Müdigkeit“, berichtete sie.


Heute setzt die 55-Jährige zusätzlich auf Bewegung und gesunde Ernährung. Rückblickend spricht sie offen über ihre früheren Selbstzweifel. Ihr Alltag habe einst fast nur aus Süßigkeiten bestanden, das Übergewicht sei für sie eine Art Schutz gewesen. „Hinter meinen OPs stand Scham“, gestand sie und brachte ihre Unsicherheiten mit belastenden Kindheitserfahrungen in Verbindung. Trotzdem steht Patricia zu ihren Entscheidungen: „Aber ich gehe meinen Weg, und zwar den, den ich für richtig halte.“
