TV-Moderatorin Ruth Moschner spricht offen über eine Erfahrung, die sie bis heute belastet. Nach mehreren ästhetischen Behandlungen an ihren Beinen kämpft die 50-Jährige mit Folgen, die sie so nie erwartet hatte. Besonders das Verhalten der verantwortlichen Klinik sorgt bei ihr für großen Ärger.
Bereits vor vielen Jahren ließ sich Moschner Fettpolster an den Oberschenkeln entfernen. Heute vermutet sie, dass damals möglicherweise ein Lipödem hinter ihren Beschwerden steckte. Rund 25 Jahre später entschied sie sich erneut für kosmetische Behandlungen ihrer Beine.

Drei Sitzungen mit Radiofrequenz-Microneedling sollten sichtbare Verbesserungen bringen. Stattdessen seien ihre Hautoberfläche und das Unterhautfettgewebe beschädigt worden. Für insgesamt rund 1.800 Euro habe sie am Ende deutliche Unebenheiten an den Beinen zurückbehalten.
Besonders enttäuscht zeigt sich die Moderatorin über den Umgang der Klinik mit dem Fall. Während bei einer Nachkontrolle zunächst Fehler eingeräumt worden seien, habe sie später ein Schreiben erhalten, in dem plötzlich ihr Alter, ein möglicher Gewichtsverlust oder die frühere Behandlung als Ursache genannt worden seien. Für Moschner klingt das wenig überzeugend.

Inzwischen wird sie von einem Fachanwalt vertreten und steht im Austausch mit Expertinnen aus Dermatologie und ästhetischer Medizin. Nach ihren Angaben sei nicht nur die Behandlung problematisch verlaufen, auch die Aufklärung vor dem Eingriff habe erhebliche Mängel aufgewiesen. Zusätzlich habe sie ihre Patientenakte erst nach einem Gerichtsbeschluss erhalten.
Je mehr sie sich mit dem Thema beschäftige, desto stärker gewinne sie den Eindruck, dass viele Betroffene aus Scham schweigen. Genau das möchte sie ändern. Sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen, will sie öffentlich darüber sprechen und andere Menschen über die Risiken solcher Eingriffe aufklären.

Parallel dazu veröffentlicht Ruth Moschner ihr neues Buch „Die Fuck-it-List-Challenge“. Darin ermutigt sie dazu, gesellschaftliche Erwartungen zu hinterfragen und sich von alten Denkweisen zu lösen. Besonders Themen wie Schönheitsdruck und Selbstoptimierung spielen dabei eine wichtige Rolle.
Schon früh habe sie gewusst, dass Ehe und Kinder nicht zu ihrem Lebensentwurf passen. Schwieriger sei dagegen ihr jahrelanger Kampf mit Schönheitsidealen gewesen. Heute möchte sie Menschen dazu ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen und sich weniger von äußeren Erwartungen bestimmen zu lassen.
