Fast vier Jahre sind seit Anna Heisers großer Kieferoperation vergangen – doch eine Folge des Eingriffs begleitet die 36-Jährige bis heute. Auf Instagram verriet die „Bauer sucht Frau“-Bekanntheit, dass die rechte Seite ihrer Unterlippe sowie ein Teil ihres Kinns weiterhin taub sind.
Dass das Gefühl möglicherweise niemals vollständig zurückkehren würde, war Anna bereits vor dem Eingriff bewusst. Ihr Arzt hatte sie darauf vorbereitet und ihr eine Einschätzung gegeben, die sie bis heute nicht vergessen hat: „Was nach drei Jahren nicht zurückkommt, bleibt wahrscheinlich weg.“ Trotzdem steht für Anna fest, dass sie die Operation nicht bereut. „Es hat sich gelohnt“, sagt sie heute.

Der Weg dorthin war allerdings lang und schmerzhaft. Etwa zwei Jahre musste Anna eine Zahnspange tragen. Schon die Gummis zwischen den Zähnen und das regelmäßige Nachstellen verursachten starke Schmerzen. Nach ungefähr anderthalb Jahren folgte schließlich die Bimax-Operation, bei der Ober- und Unterkiefer neu positioniert wurden, um ihre ausgeprägte Fehlstellung und die Bisslage zu korrigieren.

Auch danach war Geduld gefragt. Zehn Wochen lang durfte die zweifache Mutter keine feste Nahrung essen und musste ihre Mahlzeiten pürieren. Selbst Pizza landete in flüssiger Form auf ihrem Speiseplan. Ihren Humor verlor Anna dabei nicht: „Immerhin waren die Schwangerschaftspfunde danach weg“, scherzte sie rückblickend.
Hinter ihrer Entscheidung steckte auch eine jahrelange Unsicherheit. Anna schämte sich früher für ihre Zähne und versuchte, diese vor Kameras möglichst zu verstecken. „Sobald ich eine Kamera sah, lächelte ich mit geschlossenen Lippen. Ich schämte mich dafür, kein perfektes Lächeln zu haben, und so fühlte ich mich sicherer“, erinnert sie sich.

Als Kind konnten ihre Eltern eine Zahnspange finanziell nicht stemmen, später fehlte Anna während des Studiums selbst das Geld. Erst mit 31 Jahren und einer stabileren finanziellen Situation begann sie die Behandlung. In Namibia übernahm ihre Krankenversicherung nach ihren Angaben die Kosten, weil der Eingriff medizinisch notwendig war.

Heute überwiegt für die Auswanderin eindeutig das Positive. Trotz der Schmerzen und der vermutlich dauerhaften Taubheit kann sie inzwischen unbeschwert lachen und fühlt sich selbstbewusster. „Es ist alles gut“, lautet ihr Fazit. Während der schwierigen Behandlung konnte sie außerdem auf die Unterstützung ihres Mannes Gerald Heiser, 41, zählen.
