Als „Ritas Welt“ am 19. September 1999 erstmals ausgestrahlt wurde, entwickelte sich die Sitcom schnell zum Publikumserfolg. Regelmäßig verfolgten mehr als fünf Millionen Zuschauer Gaby Köster als Kassiererin Rita, ihre Kollegin Gisi und den turbulenten Alltag in der fiktiven Trispa-Filiale in Köln-Nippes.
Nach fünf Staffeln und insgesamt 68 Folgen war jedoch Schluss. Am 19. Dezember 2003 lief die letzte Episode. Einer, der fast seine gesamte Kindheit vor den Kameras verbracht hatte, war Marius Theobald. Er spielte Ritas Sohn Markus Kruse und war bei seinem Einstieg gerade einmal neun Jahre alt. Heute ist aus dem Kinderstar ein 36-jähriger Mann geworden.

Während seine Serien-Schwester die Produktion bereits nach 30 Folgen verließ, blieb Marius bis zum Finale dabei. Rückblickend beschrieb er diese Zeit ziemlich unkompliziert: „Ich war ein Kind, ich hatte Bock drauf.“ Nach dem Serienende verschwand er allerdings weitgehend aus der Öffentlichkeit, konzentrierte sich wieder auf die Schule und studierte später Psychologie.

Erst 17 Jahre nach dem Aus von „Ritas Welt“ stand Marius wieder für eine größere Produktion vor der Kamera. 2020 spielte der inzwischen erwachsene Schauspieler im Kinofilm „Narzissen und Goldmund“ die Rolle des Alfred – gemeinsam mit Jannis Niewöhner und Emilia Schüle.
Auch privat begann wenig später ein völlig neues Kapitel. Im Januar 2021 wurde Marius erstmals Vater. Eine Woche nach der Geburt seines Sohnes beschrieb er sein Glück mit den Worten: „Das ist ein unglaubliches Gefühl.“ Für ihn sei es „die beste Zeit meines Lebens“.

Dass er über seine frühere Kinderrolle heute lachen kann, zeigte Marius erst vor wenigen Tagen. Auf Instagram teilte er einen Ausschnitt aus dem Podcast „Baywatch Berlin“. Darin bezeichnete Jakob Lundt „Ritas Welt“ als „unglaublich nicht witzig“ und „langweilig“. Besonders Markus Kruse habe er damals nicht ausstehen können und kritisierte dessen vermeintlich coole Sprüche.
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Statt beleidigt zu reagieren, machte Marius aus der Attacke kurzerhand ein humorvolles Video. Auch Jakob Lundt meldete sich anschließend direkt bei ihm und stellte klar: „Ich hab‘ nur die Rolle gehasst! Du bist doch klasse.“ Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Serien-Aus kann der einstige TV-Sohn über solche Seitenhiebe offenbar bestens lachen.
