Zwischen Jean Pütz und seiner Tochter Julie liegen unglaubliche 75 Jahre. Während der bekannte Moderator inzwischen 90 Jahre alt ist, ist Julie gerade einmal 15. Für die Teenagerin selbst ist dieser enorme Altersunterschied allerdings längst kein großes Thema.
„Darüber denke ich gar nicht nach“, sagt Julie. Viel wichtiger sei ihr das Verhältnis zu ihrem Vater. „Papa und ich reden und lachen viel.“ Jean Pütz war bereits 74 Jahre alt, als seine Tochter geboren wurde – deutlich älter als die meisten anderen Väter.

Julie sieht darin sogar etwas Besonderes. Ihr Papa interessiere sich für unglaublich viele Dinge und könne Geschichten aus seinem langen Leben erzählen, die sie von den Vätern ihrer Freunde nicht hören würde. „Er ist besonders“, sagt sie. Auch einige Charakterzüge haben beide gemeinsam: Julie beschreibt sich und ihren Vater als neugierig und „relativ stur“.

Eine große Rolle in Julies Leben spielt der Reitsport. Die 15-Jährige startet inzwischen auf M-Niveau und springt über Hindernisse von mehr als 1,20 Metern. Ihr Vater begleitet sie trotz seines Alters regelmäßig zu Turnieren – selbst wenn dafür am Wochenende bereits um sechs Uhr morgens der Wecker klingelt.
Einen Wunsch hat Julie dabei besonders: „Er soll mein erstes S-Springen erleben!“ Schon im kommenden Jahr könnte dieser Moment kommen. Jean Pütz selbst träumt ebenfalls von einem besonderen gemeinsamen Erlebnis: Er möchte später mit seiner Tochter auf ihrem Abiball tanzen.

Gesundheitlich musste der 90-Jährige zuletzt einiges verkraften. Er bekam eine neue Herzklappe, bezeichnet sich mittlerweile als „fast blind“ und kann nach eigenen Angaben nicht mehr lesen oder schreiben. Auch ein Oberschenkelhalsbruch vor zwei Jahren beschäftigt ihn weiterhin. Trotzdem bleibt sein Blick nach vorne gerichtet: „Man darf nicht aufgeben! Und das Leben macht auch noch Spaß.“ Sein persönliches Ziel steht bereits fest: „Ich will ja 100 werden.“
