Mein ehemann ließ mich während der geburt alleine, um seiner mutter beim einkaufen zu helfen – er lernte schnell seine lektion

Ich hätte nie gedacht, dass ich diese geschichte jemals teilen würde, aber hier bin ich. Ich war sechs monate schwanger mit unserem zweiten kind, als ich mir absolut sicher war, dass ich auf meinen Ehemann, Dave, zählen konnte. Dieser glaube zerbrach an dem tag, an dem die wehen einsetzten.

Es war die 38. Schwangerschaftswoche. Ich wusste, dass es jederzeit passieren könnte. Eines abends begannen die wehen. Anfangs lief alles gut. Dave hielt meine Hand, ermutigte mich.

„Atme, schatz. Unsere kleine wird gleich da sein.“

Ich war bereits sechs stunden in den wehen, als sein telefon klingelte. Er ging hinaus in den flur. Als er zurückkam, wirkte er angespannt. Kurz darauf klingelte sein handy erneut. Er las die nachricht und ich konnte sehen, dass etwas nicht stimmte.

„Was ist passiert?“, fragte ich mit zitternder stimme.

Er sah mich an, als würde ich ihn stören.

„Ich muss los, Aria. Ich komme schnell zurück, versprochen.“

„Wie bitte?!“ Ich schnappte nach luft, als ein weiterer schmerz mich durchzuckte. „Ich bin gerade dabei, zu gebären! Ich brauche dich!“

Er seufzte.

„Ich weiß. Aber Mama hat mich angerufen. Sie braucht mich.“

„WAS?!“ – schrie ich. „Du lässt mich hier mit einer geburt alleine, wegen ihr?“

„Ich komme sofort zurück“, wiederholte er, küsste mich auf die stirn und stürmte hinaus.

Ich lag dort und konnte es einfach nicht fassen. War das wirklich der mann, den ich geheiratet hatte?

Er ließ mich im verletzlichsten moment alleine.

Ich versuchte, mich auf meine atmung zu konzentrieren, als ich eine nachricht von ihm bekam.

„Ich komme bald zurück. Mama braucht nur ein bisschen Hilfe.“

„Ist etwas passiert?“ schrieb ich zurück.

„Nein. Sie ist einkaufen und die Tüten sind zu schwer.“

MEIN BLUTDRUCK SCHOSS SOFORT IN DIE HÖHEN.

„Im ernst? Ich gebäre gerade, und du lässt mich wegen einkaufstüten hier?“

„Sei nicht egoistisch, Aria. Mama braucht mich.“

Ich war völlig fassungslos. Eine der schwestern bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte.

„Was ist passiert?“ fragte sie, während sie auf das Monitor blickte.

Ich flüsterte weinend:

„Mein Mann ist gegangen. Er trägt die einkaufstüten für seine Mutter.“

Die schwester sah mich ungläubig an.

„Hat er dich während der geburt verlassen? Wegen der einkäufe?“

Ich nickte.

„Gibt es jemanden, den wir anrufen können?“

„Mein Vater“, sagte ich. „Er wohnt nur ein paar straßen weiter.“

Zum glück war er gerade in der nähe. Als ich ihn anrief, kam er sofort und brachte sogar fast food mit.

„Wo ist Dave?“ fragte er.

Ich erzählte ihm die Wahrheit. Währenddessen wurden die wehen immer stärker. Unsere Kleine war unterwegs.

„Gloria“, wandte ich mich an die Schwester, „könnten Sie die Geburt übernehmen? Mein mann hätte das tun sollen.“

„Natürlich“, lächelte sie freundlich. „Ein Praktikant wird die aufzeichnung machen, und ich halte deine Hand.“

Nicht lange danach kam unsere wunderschöne Tochter gabrielle zur welt – ohne Dave.

Auf einer seite stand Gloria, auf der anderen mein vater.

Als ich meine Tochter in meinen Armen hielt, fühlte ich gleichzeitig Glück, Liebe und tiefe Trauer.

„Er wird es bereuen“, sagte mein Vater leise.

Ein paar tage später, als wir sicher waren, dass es uns gut ging, nahm mein vater mich mit zu sich nach hause. Dave kam erst ins Krankenhaus, als wir nicht mehr da waren.

Er bombardierte mich mit nachrichten, aber ich antwortete nicht.

Ich hinterließ ihm einen brief und die fufzeichnung der geburt auf einem USB-Stick.

Im Brief stand:

„Dave,

Dies ist der moment, den du verpasst hast. Ein einmaliger augenblick im leben. Als ich dich am meisten brauchte, bist du gegangen. Unsere tochter hätte es verdient, dass beide elternteile in ihren ersten minuten bei ihr sind.

Ich hoffe, du verstehst jetzt, was es heißt, ein ehemann und vater zu sein.

– Aria und Gabi“

Ein paar tage später hielt mein vater eine vorführung für die familie ab, um Gabrielle vorzustellen. Dave war nicht eingeladen.

Trotzdem erschien er. Zerschlagen und flehend.

„Bitte lass mich erklären.“

„WAS? DASS DAS EINKAUFEN WICHTIGER WAR ALS DIE GEBURT DEINER TOCHTER?“

„Ich habe die falsche entscheidung getroffen. Ich war zwischen zwei feuern. Verzeih mir.“

„Du hast mich im verletzlichsten moment alleine gelassen. Wie kann ich dir noch vertrauen?“

„Lass mich beweisen, dass ich ein guter vater sein kann.“

Ich schwieg lange.

Schließlich sagte ich nur:

„Das ist deine einzige chance. Ich will keine Worte hören, sondern taten.“

Seitdem hat er sich oft entschuldigt. Aber ich warte immer noch darauf, dass auch seine mutter sich entschuldigt.

WAS HÄTTEST DU AN MEINER STELLE GETAN?

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