Mit zwölf musste Amira Aly diese Hausordnung unterschreiben – die Regeln hingen an ihrer Zimmertür

Amira Aly spricht ungewöhnlich offen über eine schwierige Phase ihrer Kindheit. Die heute 34-Jährige wuchs bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater auf – und besonders dessen strenge Regeln sind ihr bis heute im Gedächtnis geblieben.

Mit gerade einmal zwölf Jahren musste Amira sogar eine schriftliche Hausordnung unterschreiben. Anschließend hing das Regelwerk gut sichtbar an ihrer Zimmertür. Darin wurde unter anderem festgelegt, dass sie nur jeden zweiten Tag ausgehen durfte. Nach 19 Uhr zu duschen, war ebenfalls verboten.

Für die junge Amira waren viele dieser Vorschriften schlicht nicht nachvollziehbar. Sie stellte die Regeln immer wieder infrage und lief zunehmend von zu Hause weg. Ihre Mutter sah sie damals als „Rebellin“ – eine Bezeichnung, gegen die sich Amira heute deutlich wehrt.

„Ich war keine Rebellin, ich wollte nur verstehen“, erklärt sie. Die Regeln hätten für sie keinen Sinn ergeben. Psychologe und Suchttherapeut Gregor Rüppnack deutet ihr damaliges Verhalten eher als Selbstbehauptung. Nach seiner Einschätzung habe Amira früh gelernt, dass sie sich auf ihre Bezugspersonen nicht verlassen konnte.

 

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Публикация от Amira Aly (@amiraaly)

Spuren davon erkennt die Moderatorin noch heute bei sich selbst. Wenn ein Streit eskaliert, neige sie weiterhin dazu, wegzulaufen. Hinzu kommt eine weitere prägende Erfahrung: Ihr leiblicher Vater verließ die Familie, als Amira drei Jahre alt war. Konkrete Erinnerungen daran hat sie kaum, die fehlende Vaterfigur beschäftigte sie jedoch lange.

Als Kind sehnte sie sich nach ganz normalen Vater-Tochter-Momenten und empfand eine Lücke in ihrer Familie. Heute ist Amira selbst Mutter von zwei Kindern – und versucht nach eigener Aussage, bei ihnen vieles anders zu machen.

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