Billy Joel hat erstmals offen über einen Eingriff gesprochen, dem er sich wegen seiner Hirnerkrankung unterzogen hat. Der 77-Jährige leidet an einem Normaldruckhydrozephalus, bei dem sich Flüssigkeit im Gehirn ansammelt. Bereits 2025 hatte der Musiker deshalb sämtliche geplanten Konzerte abgesagt.
Seine Ärzte empfahlen ihm, einen sogenannten Shunt einsetzen zu lassen. Dabei wird eine künstliche Verbindung geschaffen, über die überschüssige Flüssigkeit abgeleitet werden kann. Zunächst wollte Joel davon nichts wissen. Erst nachdem er sich selbst ausführlicher informiert hatte, entschied er sich für die Operation.

Hinter seinem Sinneswandel steckte vor allem eine große Sorge. „Ich will nicht den Verstand verlieren“, erklärte der „Piano Man“-Sänger. Für ihn sei schwer einzuschätzen gewesen, welche Veränderungen schlicht mit dem Alter und welche tatsächlich mit seiner Erkrankung zusammenhingen.
Vor dem Eingriff hatte Joel vor allem Probleme mit seinem Gleichgewicht. Er habe sich gefühlt, als würde er ständig auf einem Boot stehen. Nach der Operation bemerkte der Musiker jedoch Verbesserungen: Sein Gedächtnis, seine Balance und seine allgemeine Funktionsfähigkeit seien besser geworden.

Ganz ausgestanden ist die Situation für ihn dennoch nicht. Ausgerechnet sein Beruf kann zusätzliche Belastung bedeuten. Joel beschreibt die enorme Lautstärke bei Rockkonzerten als etwas, das sich für ihn jedes Mal beinahe wie eine Gehirnerschütterung anfühle. Seine Ärzte haben ihm deshalb geraten, unnötigen Stress zu vermeiden.
Seinen Fans möchte der Sänger trotzdem die Angst nehmen. „Ich bin okay“, versichert er und fügt unmissverständlich hinzu: „Macht euch keine Sorgen um mich. Ich gehe nirgendwohin. Ich bin immer noch hier.“ Trotz Erkrankung und Operation blickt Billy Joel damit kämpferisch nach vorn.
